Nachdem Max im Kindergarten nichts getrunken hatte (da er sich nicht meldet bei der Kindergärtnerin, und auch selbst nicht auf die Idee kommt sich etwas zu nehmen), mussten wir zuhause etwas dringender auf das Problem hinweisen.
Nachdem ich Max sagte, dass er im Kindergarten nur etwas zu trinken bekommt, wenn er es sich selber holt, oder er danach fragt, sagte er nur „Ich sag nichts…“ und fing dann an zu heulen.
Zuerst hatte ich den Verdacht, dass es irgendeinen gearteten Vorfall im Kindergarten gegeben hätte.
Er beharrte jedoch darauf uns antwortete mit einem patzigen „Ich sage das nicht!“. Max Du musst es aber sagen, wenn Du Durst hast…“Ich sag das nicht…“.
Heulen noch und nöcher. Max war so durch den Wind, dass er in die Hose machte (gleichzeitig probieren wir ihn trocken zu bekommen). Nach 15min des Märtyriums sagte Max mir dann zu Bescheid zu sagen wenn er Durst hätte.
Man konnte den Sturkopf in seinem Gesicht ablesen. Sehr interessante Phase. Ich habe ihn dann in einer ruhigen Minute zu Seite genommen und Ihm gesagt, daß ich unheimlich stolz auf Ihn bin, dass er 1.) Bescheid sagen will 2.) So brav mit auf Toilette geht. Das machte Ihn selber stolz.
Grenzen zu setzen kann schwer sein, aber ist durchaus nötig, sonst tanzt einem das Kind wirklich auf der Nase rum und ist mit 18 noch nicht trocken und lernt erst mit 21 mit Messer und Gabel umzugehen. Dabei frage ich mich, für wen das schwieriger ist, mich oder ihn.
P.S. Mein LCD Fernseher hat den „Ich helfe Papa putzen Angriff mit der Zahncreme und Zahnpasta meines Sohnes überlebt (50% des Fernsehers war voller Zahncreme“ überlebt.